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Umweltfreundlich, kostensparend und sozialwirksam verpacken

Sinnvolle Beschäftigung für Menschen mit schweren Behinderungen

Die schwäbische Schmierstoffmanufaktur Firma Wagner-Spezialschmierstoffe aus Speckbrodi/Wechingen im Donau Ries lässt ihr Verpackungsmaterial genial einfach und umweltfreundlich von Menschen mit Behinderung im Bereich Arbeit und Tagesstruktur (ATS) der Diakonie Neundettelsau im Polsingen, herstellen. Die Spezialöle werden nicht, wie so oft mit Kunststoffchips oder Luftpolster stoßsicher verpackt, sondern mit Papierknäueln, die Menschen mit schweren Behinderungen aus Zeitungspapier knüllen.


Alle sitzen um einen großen Tisch. Wer kann, arbeitet, wer nicht, liest, schaut sich die Bilder in der Zeitung an, oder genießt einfach das fleißige Tun um sich herum. Die Menschen, die hier arbeiten, sind schwerstmehrfach behindert. Sie werden in der Förderstätte der Diakonie Neuendettelsau im mittelfränkischen Polsingen betreut und erhalten dadurch eine sinnbringende Tagesstruktur.

Die Firma Wagner aus Speckbrodi/Wechingen beauftragt seit 2013 den Bereich ATS, aus Zeitungen Papierknäuele zu formen, um damit ihre Spezialschmierstoffe für Old- und Youngtimer beim Verpacken zu polstern. Diese ebenso innovative wie simple Idee wirkt sich gleich auf mehrere Arten positiv aus:
 
Altpapier wird im Sinne der Kreislaufwirtschaft weiterverwendet und es werden keine neuen Rohstoffe verbraucht. Holz-, Erdöl- und Energiereserven werden geschont und es entstehen keine Umweltgifte, wie es bei der Herstellung künstlicher Verpackungsmaterialien möglich ist. Zudem ist es kostengünstig und weitere Transfers entfallen.

Gleichzeitig wird diese Idee sozial wirksam, da Menschen mit schweren Behinderungen das Papier knüllen können, dabei Sinneseindrücke sammeln, motorische Fähigkeiten und Koordination trainieren,  etwas alleine und gemeinsam schaffen, sich einbringen und an einem Part der Produktion teilhaben.

Walter Wagner übergab im Dezember 2014 einen Geschenkkorb für die zuverlässigen Dienste der Förderstätte und Seniorenbeschäftigung in Polsingen, dabei äußerte er ausdrücklich den Wunsch: „Diese Idee soll weiter getragen werden, so dass noch mehr Unternehmen die einfache Möglichkeit nutzen, ihre Produkte umweltfreundlich zu verpacken. Und noch mehr Werkstätten/Förderbereiche für Menschen mit Behinderung diese sinnvolle Arbeit umsetzen können.“

Auf diese Weise haben eben auch Menschen mit sehr hohem Hilfebedarf die Möglichkeit zu arbeiten, und können sich etwas verdienen. Die Gruppe N3 der Förderstätte nutzt beispielsweise ihren Lohn, um kulturelle Events zu besuchen, was sonst in dieser Form nicht möglich wäre. Letztes Jahr fuhren sie zum Musical nach Gunzenhausen, die Freude darüber funkelt heute noch in den Augen.  So viel kann aus alten Zeitungen entstehen.

Eine simple Idee, mit grandioser Wirkung.
 
Bericht:            
WfbM-Polsingen
Diakonie Neundettelsau
Werkstatt Polsingen
Wilhelm-Löhe-Ring 7
91805 Polsingen
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